TypeCode

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Tabelle TypeCode

In der Tabelle TypeCode sind die Codes für die Zahlungsart bzw. das Zahlungsmittel hinterlegt. Für den Payment means type code (BT-81) sind die in der EN 16931 zugelassenen Werte der Codeliste UN/EDIFACT 4461 zu verwenden.

Die nachfolgenden fachlichen Aussagen gelten für XRechnung sowie für ZUGFeRD/Factur-X, soweit das verwendete ZUGFeRD-/Factur-X-Profil die entsprechenden Informationselemente der EN 16931 unterstützt. Dies gilt insbesondere für die Profile EN 16931 und EXTENDED.

Der Payment means type code (BT-81) ist verpflichtend, sobald PAYMENT INSTRUCTIONS (BG-16) übermittelt werden. Der Payment means text (BT-82) ist dagegen optional und kann verwendet werden, um das erwartete oder verwendete Zahlungsmittel zusätzlich in Textform zu beschreiben.

Der entsprechende TypeCode ist in den Kundenstammdaten zu hinterlegen. Dieser wird bei der Belegerstellung automatisch in den Beleg übernommen und kann bei Bedarf geändert werden.

Hinweis: Ob Zahlungsanweisungen (BG-16) insgesamt verpflichtend sind, hängt vom verwendeten Rechnungsstandard bzw. Profil und den dort geltenden Geschäftsregeln ab. XRechnung enthält hierzu zusätzliche nationale Geschäftsregeln, die über die allgemeinen Vorgaben der EN 16931 hinausgehen können.

TypeCode 58 (SEPA-Überweisung)

Bei der Zahlungsart SEPA-Überweisung ist der TypeCode 58 zu verwenden.

Bei TypeCode 58 müssen die für die SEPA-Überweisung erforderlichen Überweisungsinformationen (CREDIT TRANSFER, BG-17) vorhanden sein. Verpflichtend ist dabei die eindeutige Kennung des Zahlungskontos (Payment account identifier, BT-84). Für Zahlungen im SEPA-Raum ist hierfür grundsätzlich die IBAN anzugeben.

Der Kontoname (Payment account name, BT-85) und die Kennung des kontoführenden Zahlungsdienstleisters (Payment service provider identifier, BT-86, z. B. BIC) sind grundsätzlich optional. Bei SEPA-Zahlungen ist die BIC im Regelfall nicht erforderlich; in einzelnen Zahlungsverkehrsszenarien kann sie jedoch weiterhin benötigt werden.

Bankverbindungen bei SEPA-Überweisung

Bei der Zahlungsart SEPA-Überweisung (TypeCode 58) können mehrere Bankverbindungen für den Zahlungsempfänger angegeben werden.

Hierzu kann die Gruppe BG-17 – Überweisung (Credit Transfer) mehrfach angegeben werden. Jede dieser Gruppen enthält mit BT-84 – Zahlungskonto-Kennung (Payment Account Identifier) genau eine Kontoverbindung, beispielsweise eine IBAN.

Werden mehrere Bankverbindungen hinterlegt, wird für jede Bankverbindung eine separate BG-17-Gruppe erzeugt.

Hinweis: Bei Verwendung der Zahlungsart SEPA-Überweisung muss mindestens eine Zahlungskonto-Kennung (BT-84) angegeben werden.

Diese Informationen sind in den Firmeneinstellungen zu hinterlegen.

Bei einer SEPA-Überweisung (TypeCode 58) werden alle in den Firmeneinstellungen hinterlegten Bankverbindungen übergeben. Dies ist eine anwendungsspezifische Verarbeitungsweise des ERP-Systems und keine Vorgabe von XRechnung oder ZUGFeRD/Factur-X.

Bei der Ausgabe als XRechnung oder ZUGFeRD/Factur-X müssen die Bankverbindungen entsprechend den für das jeweilige Format bzw. Profil zulässigen Strukturen ausgegeben werden.

TypeCode 58 Firmen

TypeCode 59 (SEPA-Lastschrift)

Bei der Zahlungsart SEPA-Lastschrift ist der TypeCode 59 zu verwenden.

Bei TypeCode 59 müssen Informationen zur Lastschrift (DIRECT DEBIT, BG-19) übermittelt werden. Hierzu gehören insbesondere:

  • die Mandatsreferenz (BT-89),
  • die Gläubiger-ID / Creditor identifier (BT-90) und
  • die Kennung des zu belastenden Kontos (BT-91).

Für eine SEPA-Lastschrift ist als Kontokennung grundsätzlich die IBAN des zu belastenden Kontos anzugeben.

Diese Informationen sind in den Kundenstammdaten bzw. in der SEPA-Mandatsverwaltung entsprechend zu hinterlegen.

Die Anforderungen an TypeCode 59 gelten fachlich sowohl für XRechnung als auch für ZUGFeRD/Factur-X im Profil EN 16931 bzw. EXTENDED, da die genannten Business Terms aus der EN 16931 stammen. Die technische XML-Abbildung unterscheidet sich jedoch: XRechnung kann in UBL oder UN/CEFACT CII ausgegeben werden, während ZUGFeRD/Factur-X die strukturierten Rechnungsdaten auf Basis von UN/CEFACT CII verwendet.

TypeCode 59 Kunden

Verwaltung und Import der Mandatsreferenz

Aufgrund der für die SEPA-Lastschrift erforderlichen Mandatsreferenz (BT-89) muss diese im ERP-System bzw. in einer angebundenen Mandatsverwaltung verwaltet und der jeweiligen Kunden- bzw. Lastschriftverbindung eindeutig zugeordnet werden.

Für die Übernahme von Mandatsreferenzen aus Fremdsystemen besteht die Möglichkeit, diese über den DATEV-Import zu importieren. Hierzu ist die Dokumentart Fibu und das Register DatevXML zu verwenden.

DATEV unterstützt für den Export von SEPA-Mandaten aus der SEPA-Mandatsverwaltung den dafür vorgesehenen Export „SEPA-Lastschriftmandate als CSV-Datei“. Die Importdatei muss dem vom ERP-System erwarteten DATEV-Format entsprechen.

Auch aus anderen Systemen ist ein Import möglich, sofern die erzeugte Datei vollständig dem für den Import erwarteten Dateiformat für SEPA-Lastschriftmandate entspricht.

Datev Import

Hinweis zu XRechnung und ZUGFeRD/Factur-X

Die Zahlungsarten 58 (SEPA-Überweisung) und 59 (SEPA-Lastschrift) sind keine ausschließlich XRechnung-spezifischen Codes. Sie stammen aus der von der EN 16931 verwendeten Codeliste für Zahlungsmittel und können daher auch in ZUGFeRD/Factur-X verwendet werden.

Für die fachliche ERP-Verarbeitung können deshalb dieselben Stammdaten für XRechnung und ZUGFeRD/Factur-X verwendet werden. Bei der Erzeugung der elektronischen Rechnung muss jedoch jeweils die zum Ausgabeformat und zum gewählten Profil passende XML-Struktur erzeugt und gegen dessen Regeln validiert werden.

Für ZUGFeRD/Factur-X sollte insbesondere das verwendete Profil berücksichtigt werden. Die vorstehend beschriebenen vollständigen Zahlungsinformationen sind für die Profile EN 16931 und EXTENDED relevant. Profile mit reduziertem Informationsumfang können einzelne Informationselemente einschränken oder nicht vorsehen.

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